Mykorrhiza –

ein Wunder der Natur

Mykorrhiza – ein Wunder der Natur

Die Geschichte über die Mykorrhizapilze ist so interessant, dass man sie ein Wunder der Natur nennen könnte – ein Märchen im Pflanzenreich. Wie auch immer, falls Sie noch nicht von dieser wunderbaren Erscheinung in der Natur gehört haben, ist heute Ihr Glückstag!

Mykorrhizapilze gehen in eine Symbiose mit der Pflanzenwurzel ein. Eine Symbiose ist eine Gemeinschaft zwischen zwei Organismen, die beide davon Nutzen haben. Was kann die Pflanze von einem Pilz bekommen? Gerade hier ereignet sich der echte Zauber. Wir wissen, dass die Pilze statt der Wurzel Hyphen gebrauchen. Sie sind viel feiner und kleiner als die Wurzel, haben aber eine tausendmal größere Fläche. Da die Hypen enger sind besitzen sie auch eine größere Kapillarität und können das Wasser aus tieferen Stellen saugen. Sie umgehen leichter Hindernisse in der Erde und gebrauchen Säuren, die anders als die von den Wurzeln gebrauchten Säuren sind, deshalb können sie Nährstoffe auflösen, die die Pflanze nicht auflösen kann.

Die Pflanze hat eine Menge Kohlenhydrate wegen der Fotosynthese und schickt sie der Mykorrhiza. Mykorrhiza schickt der Pflanze verschiedene Nährstoffe, Mineralien und versorgt sie zusätzlich mit Wasser. Das Resultat dieser Symbiose ist eine vier bis fünffach größere Wurzelreichweite der Pflanze. Die Früchte sind saftiger und die Pflanze ist gesünder und widerstandsfähiger auf Außenstress.

Wie können wir Mykorrhiza unseren Pflanzen dazugeben?

Wir nehmen einen halben bis zu einem vollen Löffelchen Mykorrhiza  (hängt von der Größe der Pflanze ab) und geben sie unter die Wurzel der Pflanze beim Umpflanzen. Falls die Pflanze schon eingepflanzt ist, bohren wir auf jeder Seite der Pflanze ein Loch, das bis zu der Wurzel hinlangt und geben dort die Mykorrhiza rein und füllen das Loch zu. Man kann sie auch auf einigen Fruchtbäumen gebrauchen, aber man muss immer gut aufpassen, ob ihre Pflanze Endomykorrhiza oder Ektomykorrhiza braucht.

Außer der schon angeführten fantastischen Möglichkeiten der Mykorrhiza, ist sie für noch viel erstaunlichere Erscheinungen zuständig. Beispielsweise ermöglicht Mykorrhiza die Kommunikation zwischen Pflanzen. Ja, Sie haben gut gelesen, Pflanzen können miteinander dank Mykorrhiza kommunizieren. Wenn eine Pflanze erkrankt oder sie ein Schädling anfällt, kann sie das den anderen Pflanzen aus ihrer Familie „melden“ und diese heben ihre natürliche Abwehr gegen Schädlinge oder Krankheiten.

Die Geschichte über Mutterbäume ist eine die das Herz erwärmt. Mutterbäume sind die größten Bäume im Wald. Ein Mutterbaum ist durch Mykorrhiza mit dem ganzen Wald verbunden und „weiß“ was in jeder Ecke des Waldes geschieht. Es erkennt seine Sprößlinge und sendet ihnen mit Hilfe von Mykorrhiza Nahrung, damit ihre Familie überlebt und kleine Bäume zu großen wachsen. Es wurde bemerkt, dass nach dem Holzfällen, die Wälder in denen die Mutterbäume zurückgeblieben sind viel schneller aufleben, weil die Mutterbäume den umgebenden Setzlingen Energie schicken. Einfach unglaublich.

Es ist wichtig hervozuheben, dass Mykorrhiza in der letzten Zeit sehr populär ist, wegen all den angeführten ausgezeichneten Eigenschaften. Die Unterschiede zwischen den Pflanzen mit und ohne Mykorrhiza werden schnell sichtbar und deshalb lade ich Sie alle ein Ihr eigenes Experiment durchzuführen. Sie werden erstaunt sein, wie unglaublich Mykorrhiza ist.

Die Natur hat noch eine ihrer unglaublichen Geschichten erzählt und uns gezeigt, wie grandios ihre Kreationen sind. Wir haben noch so viel zu lernen und mit jeder neuen Lektion der Natur werden wir uns bewusst was für eine wunderschöne Gesamtheit sie ist. Unsere Achtung zu der Natur soll von Tag zu Tag wachsen. Wir werden bestimmt noch viele besondere Geschichten der Natur erleben.

Ivan Strunje ist Pflanzen- und Naturliebhaber aus Vinkovci, Kroatien. Er ist Student und Stipendist des Unternehmens HomeOgarden. Er fördert organischen Anbau und organisches Gärtnern, denn nur so können wir unseren Planeten retten.

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